Ablauf Ablauf Infos zu § 107 Infos zu § 107
Warum Beratung in einem strittigen Pflegschaftsverfahren? Zur   Sicherung   des   Kindeswohls   kann,   im   Zuge   einer   Scheidung   oder   im   Rahmen   eines   Pflegschafts- verfahrens   über   die   Obsorge   und/oder   das   Recht   auf   persönlichen   Kontakt,   eine   Familienrichterin/ein Familienrichter eine Erziehungsberatung verordnen. Demnach   ist   es   durch   einen   Gerichtsbeschluss   möglich,   dass   eine   Richterin/ein   Richter   Eltern   zum Besuch einer Erziehungsberatung, beispielsweise in einem Ausmaß von 10 Einheiten, verpflichtet. Eltern   müssen   diese   Beratung   aus   eigener   Tasche   bezahlen.   Es   gibt   zurzeit   leider   keine   Rechts- möglichkeit, um dafür eine Verfahrenshilfe als beteiligte Person zu erhalten. Wenn    eine    Erziehungsberatung    beziehungsweise    Elternberatung    verordnet wurde, sind Eltern oftmals von unterschiedlichen Gefühlen betroffen. Zum   einen   kann   ein   Elternteil   mit   unterschiedlichsten   Vorwürfen   konfrontiert worden   sein,   wodurch   womöglich   vom   Gericht   eine   Beratung   eigentlich   erst verordnet   wurde.   Auch   kann   sich   Unmut   bis   Ärger   etablieren   und   das   Gefühl einer erneuten Belastung durch die Beratung kommt auch noch dazu. Oftmals     steigern     sich     diese     Gefühle     noch     durch     die     bereits     erlebten Erfahrungen,    dass    „ohnehin    schon    alles    versucht    wurde    und    nichts geholfen hat“ und ein Gefühl der Hilflosigkeit kann sich breit machen. Zum   anderen   wissen   aber   Eltern   sehr   wohl   auch,   dass   Ihr   Kind   unter   der momentanen Konfliktsituation sehr leidet. Die   Beratung   bietet   hier   eine   Chance.    Es   gibt   immer   noch   Fragen,   Anliegen, Hoffnungen   und   Wünsche,   die   ja   an   den   Berater   gerichtet   werden   könnten. Aus der Verpflichtung kann eine nützliche Anwendung entstehen. Als    APP-Erziehungsberater     und     Kinderbeistand     habe     ich     eine     spezielle fachliche Ausbildung   und   viel   Erfahrung   in   der Arbeit   mit   Eltern,   die   sich   in   einer Trennungs-/ Scheidungssituation befinden.
Elternberatung gemäß §107 Abs 3 Außerstreitgesetz Auszug aus dem Gesetzestext: (3) Das Gericht hat die zur Sicherung des Kindeswohls erforderlichen Maßnahmen anzuordnen, soweit dadurch nicht Inter-essen einer Partei, deren Schutz das Verfahren dient, gefährdet oder Belange der übrigen Parteien unzumutbar beeinträchtigt werden.  Als derartige Maßnahmen kommen ins-besondere in Betracht: 1. der verpflichtende Besuch einer Familien-, Eltern- oder Erziehungsberatung; 2. die Teilnahme an einem Erstgespräch über Mediation oder über ein Schlichtungs-verfahren; usw...
Der    Focus    in    der    Erziehungsberatung/    Elternberatung    richtet    sich    auf    die    Unterstützung    und    Stärkung    der    gemeinsamen elterlichen   Verantwortung   und   Kompetenz.   Wichtig   ist,   dass   die   Eltern   bereit   sind,   auch   gemeinsam   in   die   Erziehungsberatung zu kommen!
Anmeldung Anmeldung Anmeldung Anmeldung Anmeldung Anmeldung Vom Gericht verordnete Erziehungsberatung gemäß § 107
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Praxisgemeinschaft für Erziehungsberatung
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Evaluierung des KindNamRÄG 2013 Seit 1. Februar 2013 gilt das neue Kindschafts- und Namensrechts-Änderungsgesetz (KindNamRÄG). Um   die Auswirkungen   dieses   Gesetzes   abschätzen   zu   können,   hat   der   Nationalrat   beim   Bundesministerium   für   Justiz (BMJ) eine Studie   in Auftrag gegeben, die im März 2017 von der  Universität Wien vorgelegt wurde. Bei   dieser   Studie   wird   positiv   hervorgehoben,   dass   das   Gericht   zunehmend   die   konkreten   Maßnahmen   zur   Sicherung des   Kindeswohls   (Kinderbeistand,   Elternberatung   usw.)    umsetzt.   Wie   die   Stichproben   im   Endbericht   zeigten,   wurde insbesondere die verpflichtende Elternberatung (mit einem Anteil von fast 60%) angeordnet. Nach   Ansicht   des   Rechnungshofes   (RH)   zeigte   sich   die   Zweckmäßigkeit   dieser   Maßnahme   im   Hinblick   auf   die Erzielung   einvernehmlicher   Regelungen   in   Obsorge-   und   Kontaktrechtsstreitigkeiten   in   der   vermehrten Anordnung   an den Gerichten.