Für eine verpflichtende Beratung im Rahmen eines Pflegschaftsverfahrens sind aus fachlicher Sicht folgende Informationen für das Gericht möglicherweise hilfreich:
Ablauf Ablauf Infos zu § 107 Infos zu § 107 Anmeldung Anmeldung Qualitätsstandards für die Erziehungsberatung gemäß § 107 AußStrG.
FAMILYWORKERS  -  1020 Wien, Untere Donaustraße 35/6
Im   Februar   2013   ist   das  
Neue  
Kindschafts-  
und  
Namensrechts-Änderungsgesetz
“  
in   Kraft   getreten.   In dieser   Gesetzesänderung   wurden   aber   keine   Qualitätsstandards   für   die   Familie,-   Eltern-   oder   Erziehun- gsberatung   gemäß   §   107   Abs.   3   Z   1   AußStrG   deklariert.   Deshalb   war   es   notwendig,   Qualifikations-   und Ausbildungsprofil für Beraterinnen und Berater nachträglich zu erstellen. Im   Auftrag    des    Bundesministeriums    für    Familie    und    Jugend    und    in    Kooperation    mit    dem    Bundes- ministerium    für    Justiz    wurden    in    einem    wissenschaftlich    begleiteten    Prozess    die    notwendigen Qualitätsstandards
 von einer multidisziplinären Expert/innenkommission erarbeitet. In     einem     aufwändigen    Auswahlverfahren     wurden     die     Kompetenzen     und     Fachkenntnisse     aller Bewerberinnen   und   Bewerber   geprüft.   Von   September   2016   bis   März   2017   wurden   alle   Personen   zu einem    Hearing    eingeladen,    aus    denen    sich    die    Liste    der    anerkannten    Beraterinnen    und    Berater zusammenstellt.  
ZUR BERATUNGSLISTE…
Alle Expertinnen und Experten sind in einer Liste des Bundesministerium für Familie und Jugend für die Beratung nach § 107 AußStrG angeführt.
Standards Standards
Praxisgemeinschaft für Erziehungsberatung
der   erste   Schritt   in   Richtung   Beratung   bedeutet,   dass   Eltern   sich   einigen   müssen,   wer   den   Kontakt   zum Erziehungsberater    herstellt.    Eine    sinnvolle    Vorgehensweise    wäre,    dies    auch    gleich    in    der    Verhandlung festzulegen. die   Elternberatung   sollte   unbedingt   bei   ein   und   derselben   Beraterin/ein   und   demselben   Berater    beginnen. In   der   Regel   findet   das   Erstgespräch   mit   beiden   Elternteilen   statt.   Weitere Termine   werden   mit Absprache   der Eltern individuell angelegt. Es kann auch sinnvoll sein, den Eltern Einzelstunden anzubieten. um   dem   Beratungsprozess   eine   Chance   zu   geben,   wäre   es   sehr   hilfreich,   dass   die   Richterin/der   Richter   mit den   Eltern   besprechen,   keine Anträge   vor   Gericht   während   der   laufenden   Elternberatung   einzubringen.   Wenn in   einem   Pflegschaftsverfahren   das   Innehalten   des   Verfahrens   gemäß   §   29   AußStrG “   angewendet   werden kann,   ist   dies   für   Eltern   meist   eine   positive   und   hilfreiche   Entlastung   und   fördert   den   Beratungsprozess wesentlich.  damit   Eltern   nachhaltige   Veränderungen   ihrer   elterlichen   Haltungen   ausprobieren   können,   bedarf   es   in   der Regel   eines   Beratungsprozesses,   der   sich   über   eine   gewisse   zeitliche   Dauer   erstreckt.   Empfohlen   wird   die Anordnung   von   mindestens    10   Einheiten    (jeweils   50   min)   in   einem   Zeitraum   von   sechs   Monaten,   jedenfalls aber nicht weniger als sechs Einheiten innerhalb von vier Monaten. aus   fachlicher   Sicht   ist   die   Einbeziehung   der   Kinder   in   die   Beratungsarbeit   eine   zusätzliche   Belastung   für   das Kind   und   wird   nur   unter   ganz   bestimmten   Situationen   in   Erwägung   gezogen   und   selbstverständlich   vorher   mit den   Eltern   besprochen.   Ein   Kind   wird   nur   dann   in   die   Beratung   einbezogen,   wenn   es   das   möchte   und   weder eine große Ängstigung noch eine Überforderung zu befürchten ist. die   Einbeziehung   des   Kindes   in   die   Beratung   –   wenn   überhaupt   –   sollte   nur   einen   kleinen Teil   der   Beratungs- stunden   in Anspruch   nehmen.   Die   Standards   empfehlen   bei   10   Einheiten   mit   den   Eltern   nur   1   Einheit   mit   dem Kind.
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